O weh, Falke, o weh!
Wo kommt sie her! Wehe, o weh!
Menschendunst hängt an ihr,
Menschenatem folgt ihr nach,
wehe, daß sie mir lügen kann –
wehe, daß sie nun sterben muß!
Pfeil, mein Pfeil, du mußt sie töten,
die meine weiße Gazelle war!
Weh! da du sie ritztest, ward sie ein Weib! –
Du bist nicht, der sie töten darf.
Schwert, mein Schwert, du mußt auf sie!
Weh, ihren Gürtel hast du gelöst –
du bist nicht, der sie töten darf!
– Und meine nackten Hände! Weh!
Meine Hände vermögen es nicht!
Wehe, o weh!
Auf, mein Pferd, und du, Falke, voran!
und führ mich hinweg von diesem Ort,
wohin dein tückisches Herz dich heißt,
führ mich in ödes Felsengeklüft,
wo kein Mensch und kein Tier meine Klagen hört!
Wehe, o weh!